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14.02.2017

Neue Merkmale in der Intrastat- Versendungsmeldung 2017

Von: AW-Prax

Im Vorgriff auf eine zukünftige verpflichtende Angabe der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des EU-Handelspartners (Warenempfängers) und des Ursprungslandes der Ware in der Intrastat-Versendungsmeldung können in Deutschland ab Berichtszeitraum Januar 2017 diese Angaben
auf freiwilliger Basis gemeldet werden. Nach dem derzeitigen Planungsstand werden die zusätzlichen Informationen voraussichtlich erst ab 2020 verpflichtend eingeführt.

Die neuen Merkmale können sowohl über die Intrahandel-Formularmeldung in IDEVals auch unter Nutzung des Datenerfassungsprogramms IDES gemeldet werden, jedoch nicht in anderen Meldeformen (ASCII- oder XML-Meldedateien).

Eine Rechtsgrundlage für die neuen Merkmale soll im Rahmen der neuen EU-Statistikgesetzgebung „FRIBS“ (Framework regulation for integrating business statistics) geschaffen werden.

USt-IdNr. des Warenempfängers (Feld 7)


Hier ist die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) des Warenempfängers im Eingangsmitgliedstaat anzugeben.

Bei innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäften ist diese Information dem deutschen Versender möglicherweise nicht bekannt. In diesen Fällen ist dann die USt-IdNr. des Rechnungsempfängers (des ersten Abnehmers im innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäft) anzugeben. Damit unterscheidet sich die Herkunft der USt-IdNr. (des Rechnungsempfängers) von der Bestimmungslandangabe in
Feld 8a.

Urspr.-Land (Feld 14)


In der Versendungsmeldung ist die Angabe des ausländischen Ursprungslandes freiwillig, bei Waren mit deutschem Ursprung ist keine Angabe erforderlich. Die freiwillige Angabe in diesem Feld ersetzt jedoch nicht die Angabe in Feld „Ursprungsregion“. Sofern es sich um Waren mit ausländischem Ursprung handelt, ist weiterhin die Schlüsselnummer „99“ in Feld 8b anzugeben.

Als Ursprungsland ist das Land anzugeben, in dem die Waren vollständig gewonnen oder hergestellt worden sind. Sind an der Herstellung einer Ware zwei oder mehrere Länder beteiligt, so ist das Ursprungsland das Land, in dem die letzte wesentliche Bearbeitung oder Verarbeitung stattgefunden
hat (es sind die Regeln über den nichtpräferenziellen Ursprung sinngemäß anzuwenden).

 


Karl-Heinz Palmes, Statistisches Bundesamt, Wiesbaden




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