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03.10.2018

Malaysia: Akutelle Lage und Aussichten für Investoren

Von: C. Isken/Redaktion

Geschäftsmann sitzt vor der Skyline von Kuala Lumpur

Malaysias wirtschaftliche Bedeutung ist groß. Das Land hat sich erfolgreich zu einem technisierten und kapitalintensiven Industriestandort entwickelt, der Investoren beste Chancen bietet.

Wirtschaftlich aber auch politisch gilt Malaysia heute als eines der stabilsten Länder Südostasiens. Das Pro-Kopf-Einkommen ist dreimal so hoch wie in Indonesien und doppelt so hoch wie in Thailand.
Malaysia ist Mitglied der ASEAN, der D-8 und der G-15. Nach Singapur und Brunei verfügt das Land im
ASEAN-Raum (Association of Southeast Asian Nations) über das höchste Wohlstands- und Entwicklungsniveau.

2016 belegte Malaysia im United Nations Human Development Index den 59. Platz von 188 Ländern. Es liegt nach Singapur und Brunei an dritter Stelle der ASEAN-Staaten und gehört damit zu
den „Hochentwickelten Ländern“.

Das Auswärtige Amt (AA) beschreibt Malaysia als „eine wichtige Handelsnation mit Schwerpunkten bei elektronischen Gütern“. Bekannt ist das südostasiatische Land etwa als weltweit exportierender Mikrochip- und Solarzellenhersteller. Die elektrotechnische und vor allem elektronische Industrie, aber auch Bereiche wie der Transportmittelbau (Kfz, Schiff- und Offshorebau sowie neuerdings Flugzeugtechnik) und Maschinenbau wurden stark ausgebaut.

Niedriger Ölpreis bremst das Wachstum

Der stark gesunkene Ölpreis ist ein Faktor, der auch das Wachstum Malaysias deutlich gebremst hat. Chinas nachlassende Konjunktur aber auch die schwächeren Wachstumsraten anderer asiatischer
Länder wie Industrie- und Schwellenländer weltweit haben ebenso dazu beigetragen. So betrug das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2014 noch 6,0 Prozent, 2015 und 2016 wurden nur
noch 5,0 und 4,2 Prozent erreicht. Tatsächlich hat in den vergangenen Jahren vor allem der private Konsum das Wachstum angeschoben. Das fur 2017 von der Regierung erwartete Wirtschaftswachstum von 4 bis 5 Prozent des BIP dürfte nach der Entwicklung im 1. Halbjahr 2017 übertroffen worden sein.

Deutschland ist eines der wichtigsten Lieferländer Malaysias

Die GTAI wirbt für Malaysia „mit einigen Trümpfen“: Das Land biete ein unternehmerfreundliches
Umfeld mit attraktiven Anreizen, Rechtssicherheit und – wenn auch mittlerweile knappen – Fachkräften.
Zudem sei Englisch verbreitet, die Infrastruktur gut entwickelt. Deutschland konnte von 2012 bis 2014
seine Position als eines der wichtigsten Lieferländer Malaysias und bedeutendster Lieferant aus der Europäischen Union behaupten. Aber der Wettbewerb mit den asiatischen Ländern zieht an, besonders
mit China. Laut GTAI lag der Importanteil  von deutschen Produkten 2002 bei 3,7 Prozent, zog zwar bis 2007 auf 4,7 Prozent an, flachte dann aber bis 2014 auf 3,4 Prozent ab. Im Vergleich legten chinesische Importe von 7,8 über 12,9 auf 16,9 Prozent zu.

Malaysia setzt zunehmend auf Produkte aus der Region

Ähnlich deutlich sind die Einfuhren von Singapur nach Malaysia gestiegen. Den deutschen Anteil an den Importen nach Malaysia in den kommenden Jahren zu behaupten oder gar auszuweiten, dürfte aber nicht leicht sein, warnt die GTAI. Der generelle Trend gehe dahin, dass Malaysia seine Produkte noch mehr aus der Region bezieht. Die europäischen Importe dürften sich demnach hingegen bestenfalls moderat entwickeln.

Der deutsche Maschinenbau hat große Konkurrenz

Im Bereich Maschinenbau müssen sich deutsche Unternehmen auf dem malaysischen Markt zum einen gegen Konkurrenz aus Japan, den USA und anderen europäischen Ländern wehren. Mit hochwertigen Spezialprodukten können sie hier trumpfen. Wenn es um Standardmaschinen geht, stehen sie dagegen im
harten Wettbewerb mit Anbietern aus China.

Japan beherrscht den malaysischen Automobilmarkt

Der Kfz-Markt wird dagegen – abgesehen von den malaysischen Produzenten Proton und Perodu – von japanischen Anbietern dominiert. Hinzu kommen die Fahrzeuge koreanischer und anderer europäischer
Hersteller sowie US-amerikanische Automobile.

Weitere Informationen über den Industriestandort Malaysia erhalten Sie in dem Beitrag: „Länderreport Malaysia“ von Oliver Schulz, in: "AW-Prax (Außenwirtschaftliche Praxis)", Ausgabe August.

Quelle: Zeitschrift AW-Prax (Außenwirtschaftliche Praxis), Bundesanzeiger Verlag, Köln



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