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05.12.2018

Insolvenzstudie: Schäden durch Firmenpleiten gestiegen

Von: C. Isken/Redaktion

Finanzen, Analyse, Taschenrechner

© maranso/Shotshop.com

Obwohl die Zahl der Insolvenzen seit 2018 rückläufig ist, haben sich die durchschnittlichen erwarteten Schäden für Unternehmen seit 2015 verdoppelt, wie der Kreditversicherer Euler Hermes mitteilt.

, Laut Kreditversicherer werden die Firmenpleiten im laufenden Jahr weltweit um 8 Prozent steigen, während Deutschland 2018 im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich einen Rückgang der Insolvenzen um 4 Prozent verzeichnen wird. Euler Hermes schätzt die Fallzahl der Konkurse für 2018 auf 19.350. Allerdings seien die Schäden durch die Pleiten in den vergangenen Jahren stark gestiegen: von insgesamt 17 Mrd. Euro in 2015 auf 30 Mrd. Euro in 2017. Den Experten zufolge hält dieser Trend auch 2018 weiter an. 

Trotz der seit Jahren rückläufigen Geschäftsaufgaben konstatiert Euler Hermes, dass die angenommenen Unternehmensschäden durch Konkurse 2015 im Durchschnitt noch bei 700.000 Euro lagen und 2017 sogar bei 1,5 Millionen Euro. 

Für das kommende Jahr prognostiziert der Kreditversicherer eine stagnierende Zahl an Insolvenzen in Deutschland. Die Bundesrepublik folge damit der weltweiten Negativ-Trendwende, die weiter zunehmende Firmenpleiten für die Jahre 2018 und 2019 anzeige. 

„Für das Gesamtjahr gehen wir von 8 % mehr Insolvenzen aus und im kommenden Jahr kommen weitere 5 % hinzu“, sagt Ludovic Subran, Chefvolkswirt von Euler Hermes und stellvertretender Chefvolkswirt der Allianz. Geschuldet sei diese Entwicklung vor allem China, wo viele Unternehmen aufgaben, die schon seit langem nur noch „künstlich am Leben gehalten“ wurden, so Subran. Diese Marktbereinigung halte auch 2019 weiter an. 

In Europa trügen der Brexit und die Staatsverschuldung Italiens zur trüben Stimmung der Unternehmen bei und wirkten sich neben den zahlreichen weltweiten wirtschaftlichen und politischen Risiken negativ auf die Geschäfte aus. „Mit der Slowakei, Luxemburg, Dänemark, der Schweiz, Finnland, Norwegen und Belgien finden sich 2018 zudem zahlreiche wichtige europäische Handelspartner der Deutschen auf der Liste der Staaten mit steigenden Pleitezahlen, erläutert Van het Hof, CEO von Euler Hermes. Zu den Sorgenkindern geselle sich außerdem die Türkei hinzu, deren Zahl an Insolvenzen deutlich gestiegen sei. 

Insolvenzen nach Branchen

Bezogen auf die Branchen in Deutschland sei der Handel in den letzten zwölf Monaten am stärksten von Geschäftsaufgaben betroffen gewesen, gefolgt von der Baubranche, Hotels und Restaurants, freiberuflichen und professionellen Dienstleistungen, dem produzierenden Gewerbe und der Transportbranche. 

Den stärksten Anstieg bei den voraussichtlichen Schäden haben die Volkswirte in den letzten zwölf Monaten in den Bereichen Transport, Gesundheit und Soziales, Energieversorgung, freiberufliche, professionelle und sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen sowie in der Finanzbranche ermittelt. 

Da die Transportbranche außerdem hohen Kreditrisiken ausgesetzt sei, erwarten die Volkswirte in diesem Wirtschaftszweig 2018 die größten Schäden durch Konkurse. 

Infos zur Erhebung

 [1] Schäden sind hier zu verstehen als „erwartete Schäden“, die sich aus den voraussichtlichen Forderungen ergeben. 

[2] Die tatsächlichen Schäden lassen sich erst nach Beendigung der Insolvenzverfahren überhaupt ermitteln. Da Insolvenzverfahren jedoch über mehrere Jahre laufen, können somit nur tatsächliche Schäden aus mehreren Jahren in der Vergangenheit erhoben werden, die von aktuellen Entwicklungen erheblich abweichen können. Die Entwicklung der voraussichtlichen Forderungen lässt jedoch Rückschlüsse auf die zu erwartenden tatsächlichen Schäden zu, weshalb diese als Grundlage herangezogen werden. 



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