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09.05.2018

Deutsche Bundesbank – Meldewesen Außenwirtschaft

Von: AW-Prax

Die Bundesbank führt im Bereich der Außenwirtschaft undder Bankenstatistik statistische Erhebungen mit Hilfe des Meldewesens durch. Sie ist ferner Empfangsstelle von Meldungen im Rahmen der Bankenaufsicht.

Die statistischen Meldungen im Außenwirtschaftsverkehr umfassen ein- und ausgehende Zahlungen (Transaktionen), den Stand der Forderungen und Verbindlichkeiten sowie der Direktinvestitionen.

Zahlungsmeldungen

Meldungen auf Papier werden grundsätzlich nicht mehr akzeptiert. Die Meldeformulare dienen generell nur zur Ansicht.

Inländer, das heißt juristische Personen mit Sitz bzw. natürliche Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland, haben grundsätzlich ein- und ausgehende Zahlungen (Transaktionen) im Außenwirtschaftsverkehr über 12.500 € oder Gegenwert in anderer Währung zu
melden.

Hierbei sind nur Transaktionen meldepflichtig, die sie von Ausländern oder für deren Rechnung von Inländern entgegennehmen (eingehende Zahlungen) oder an  Ausländer oder für deren Rechnung an Inländer leisten (ausgehende Zahlungen).

Die Meldefreigrenze gilt nicht für Zahlungen, die mittels Anlage Z 8, Z 11, Z 12 oder Z 13 zu melden sind.

Meldeformulare:

• Z4 – Ein- und ausgehende Zahlungen, die nicht mit dem Meldeformular Anlage Z 10 zu melden sind
• Z8 – Ein- und ausgehende Zahlungen im Zusammenhang mit der Seeschifffahrt
• Z10 – Ein- und ausgehende Zahlungen im Zusammenhang mit Wertpapiergeschäften und Finanzderivaten
• Z 10 bis Z 15 – Spezielle Meldeformulare für Geldinstitute

Bestandsmeldungen über Auslandsforderungen und -verbindlichkeiten

Inländer (ausgenommen Monetäre Finanzinstitute (MFIs), Investmentaktiengesellschaften, Kapitalanlagegesellschaften für ihre Sondervermögen und Privatpersonen) haben monatlich ihre Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Ausländern zu melden, wenn die Summe der Forderungen oder die
Summe der Verbindlichkeiten bei Ablauf eines Monats mehr als 5 Mio € oder Gegenwert in anderer Währung beträgt.

Zudem haben inländische Unternehmen, deren Auslandsforderungen oder -verbindlichkeiten mehr als 500 Mio € betragen, ihre Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Ausländern aus derivativen Finanzinstrumenten vierteljährlich zu melden.

Meldeformulare:

• Z5 – Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzbeziehungen mit ausländischen Geldinstituten
• Z5a Blatt 1/1 – Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzbeziehungenmit verbundenen ausländischen Nichtbanken
• Z5a Blatt 1/2 – Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzbeziehungen mit sonstigen ausländischen Nichtbanken
• Z 5a Blatt 2/1 – Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen ausländischen Nichtbanken aus dem Waren- und Dienstleistungsverkehr (Exportforderungen und lmportverbindlichkeiten einschließlich geleisteter und entgegengenommener Vorauszahlungen)
• Z5a Blatt 2/2 – Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen ausländischen Nichtbanken aus dem
Waren- und Dienstleistungsverkehr
• Z5b – Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Ausländern aus derivativen Finanzinstrumenten

Bestandsmeldungen über grenzüberschreitende Unternehmensbeteiligungen

Inländische Unternehmen, Banken, öffentliche Stellen und Privatpersonen haben jährlich grenzüberschreitende Unternehmensbeteiligungen zu melden, wenn der Anteil am Kapital oder der Stimmrechte 10 % oder mehr beträgt und das Investitionsobjekt eine Bilanzsumme von3Mio € (oder den Gegenwert,
falls in anderer Währung bilanziert wird) übersteigt.
Die Meldeformulare K 3 und K 4 werden noch bis 30.6.2019 in Papierform oder per Telefax entgegengenommen.

Meldeformulare:

• K3 – Vermögen von Inländern im Ausland
• K4 – Vermögen von Ausländern im Inland

Meldenummer

Für die elektronische Einreichung von außenwirtschaftlichen Meldungen ist – sofern noch nicht bekannt oder beantragt – ein Antrag auf Mitteilung einer Meldenummer (ehemals Firmennummer) zu stellen.

Für Privatpersonen ist im Bereich der Transaktionsmeldungen grundsätzlich die Meldenummer 00999995 zu verwenden. Für regelmäßige Zahlungsmeldungen wie auch für Bestandsmeldungen über Unternehmensbeteiligungen benötigen auch Privatpersonen eine Meldenummer.

Kreditinstitute haben anstelle einer Meldenummer die jeweilige Bankleitzahl zu verwenden.

Der Antrag auf Mitteilung einer Meldenummer zur Abgabe von Meldungen im Außenwirtschaftsverkehr (AWV) ist mit Formblatt (Download) an die Deutsche Bundesbank Servicezentrum Außenwirtschaftsstatistik, 55148 Mainz, zu richten (E-Mail: szawstat-dtazv@bundesbank.de, Fax: 06131 377-4711).

Allgemeines Meldeportal Statistik

Über das Allgemeine Meldeportal Statistik (AMS) können Meldepflichtige außenwirtschaftliche Zahlungs- und Bestandsmeldungen erstellen und elektronisch auf sicherem Weg an die Deutsche Bundesbank übermitteln. Das System bietet neben dem Überblick über die erstellten Meldungen auch die Möglichkeit der Korrektur für bereits versendete Meldungen an.

Die wichtigsten Vorteile des Meldeportals auf einen Blick:

• Hoher Sicherheitsstandard
• Übersichtliche Menüführung
• Eingabeunterstützungen (Vorbelegungsmöglichkeiten, Plausibilitätsprüfungen usw.)
• Keine zusätzlichen Downloads oder Softwarelizenzen erforderlich
• Integrierte Schnittstelle zum „Upload“ großer Dateien (Hochladen Ihrer CSV-Dateien)
• Dritteinreicherfähigkeit (Meldungen stellvertretend für den Meldepflichtigen: Steuerberater, Anwälte, Notare, Muttergesellschaften usw.)

www.bundesbank.de – Service Meldewesen > Außenwirtschaft> Formular-Center

Willi Vögele, Freiburg



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