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29.05.2018

Britische Direktinvestitionen in Deutschland erzielen Rekordwert

Von: C. Isken/Redaktion

Fahne von Großbritannien

Die von Germany Trade & Invest (GTAI) ausgewerteten Daten zu ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland (FDI) zeigen, dass britische Projekte in 2017 ein Plus von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielten. Hatte der Brexit Einfluss darauf?

Im vergangenen Jahr erreichten die Briten laut GTAI mit 152 geplanten Investitionsprojekten in Deutschland den höchsten Wert seit zehn Jahren. Diese verteilten sich hauptsächlich auf die Sektoren Unternehmens- und Finanzdienstleistungen (33 Prozent) sowie IKT & Software (22 Prozent). „Auch die Beteiligungen britischer Investoren an deutschen Firmen haben deutlich zugelegt. Wir sind davon überzeugt, dass diese Zunahme vor allem auf die Entscheidung für den Brexit zurückzuführen ist“, sagt Thomas Bozoyan, FDI-Experte bei GTAI. Dafür spreche auch, dass die Direktinvestitionen aus Großbritannien in ganz Europa deutlich angestiegen seien, um insgesamt 33 Prozent. Auf Deutschland habe mit 18 Prozent aller britischen Direktinvestitionen der größte Fokus gelegen, berichtet der Experte. 

Im Jahr 2017 verzeichnete GTAI insgesamt 1.910 geplante Direktinvestitionen ausländischer Unternehmen. Damit setze sich der Aufwärtstrend der letzten Jahre fort – 2016: 1.944 Projekte, 2015: 1.912 Projekte – und das wirke sich außerdem positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Eigenen Angaben zufolge planten die Unternehmen, mindestens 29.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Des Weiteren habe die Außenwirtschaftsagentur 1.925 ausländische Firmenübernahmen und Zusammenschlüsse (M&A) registriert.

„Das wichtigste Herkunftsland für Neuansiedlungen (Greenfield) und Erweiterungsprojekte sind die USA mit 276 Projekten. Dahinter folgen die VR China mit 218 Projekten, die Schweiz mit 204 Projekten, das Vereinigte Königreich mit 152 Projekten sowie die Niederlande und Frankreich mit 124 bzw. 95 Projekten“, teilt Thomas Bozoyan weiter mit. Die wichtigste Herkunftsregion sei die Europäische Union (EU). 41 Prozent der Projekte stammten aus den EU-Mitgliedsstaaten, fast jedes vierte Projekt aus Asien. 

Weitere Ergebnisse der Auswertung: Wie schon in den Jahren zuvor nimmt die Unternehmens- und Finanzdienstleistungsbranche mit zwanzig Prozent aller Projekte den ersten Platz in der Rangfolge der bedeutendsten Sektoren ein, gefolgt von der IKT- & Software-Branche (16 Prozent) und der Konsumgüterindustrie (10 Prozent). Die bedeutendste Geschäftstätigkeit bleibt die Eröffnung eines Vertriebs- und Marketingbüros (39 Prozent). Auf den weiteren Plätzen folgen die Produktions- sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit 19 Prozent vor unternehmensnahen Dienstleistungen mit 18 Prozent.

Weitere Informationen zum FDI-Reporting 2017 finden Sie hier.

Quelle: gtai.de



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